Studie über SEO 2010 – 100 Rankingfaktoren in der Übersicht

Kaum bin ich nach einer Woche Hamburg wieder zurück in Bremen, habe ich direkt eine sehr interessante Studie über 100 verschiedene Rankingfaktoren für SEO gefunden.

Entstanden ist die Studie durch Meinungen von 14 SEO-Experten aus der Schweiz.

Die 5 wichtigsten SEO-Rankingfaktoren sind demnach:

  1. Einzigartiger Content
  2. Keyword-haltige externe Links
  3. Links von Hubs und Authority Sites
  4. Links von thematisch verwandten Websites
  5. Keyword-Gebrauch zu Beginn des Title Tags

Die 5 schädlichsten SEO-Rankingfaktoren sind:

  1. Cloaking
  2. Versteckter Text
  3. Link-Kauf bei bekannten Link Brokers
  4. Ausgehende Links zu Spam Sites
  5. Server Downtime

Die gesamte Studie über 100 SEO-Rankingfaktoren 2010 findet ihr unter http://www.iabschweiz.ch/tl_files/iab_schweiz/pdf/IAB-Ranking-Kriterien-2010.pdf.

Mehrsprachiges Marketing und das World Wide Web

Eine Orientierungshilfe für Anfänger zum Thema Suchmaschinenoptimierung und Lokalisierung

Gastartikel von Sarah Husanu, Lingo24

Die beständige Frage, wie man am besten Binnenmärkte gezielt mittels Internet anspricht, ist keine Frage, die in naher Zukunft geklärt sein dürfte.

Für diejenigen, die Neulinge auf dem Gebiet des Online-Marketings sind, ist die schlechte Nachricht die, dass es keine „Einheitslösung“ gibt, die jeden Industriezweig und sämtliche Verbraucherdemographien abdeckt. Jeder Aspekt einer Kampagne, von Werbebannern bis hin zu E-Mail-Newslettern, muss sorgfältig im Hinblick auf die Zielgruppe geplant werden. Was auf Sie als Absatzexperten raffiniert und einnehmend wirkt, hat möglicherweise nicht den gleich guten Effekt bei Ihrem Internetkunden.

Und selbst dann, wenn es Ihnen gelungen sein sollte, Ihre Fähigkeiten im Internet-Marketing für eine bestimmte Zielgruppe zu einer wahren Kunst zu verfeinern, ändern sich Trends pausenlos.

Auf dem internationalen Markt sehen Sie sich noch weit größeren Hindernissen gegenüber. Es gibt weltweit mehr als 6.000 Sprachen. 96% dieser Sprachen werden von gerade einmal 4% der gesamten Weltbevölkerung gesprochen.

Allein in Europa gibt es 200 indigene Sprachen, von denen 23 zu den offiziellen Sprachen der Europäischen Union (EU) gehören. Innerhalb aller EU-Länder ist Deutsch die am häufigsten gesprochene Muttersprache; es wird von 18% als Muttersprache gesprochen. Wenn man aber auch die Sprachen berücksichtigt, die als erste Fremdsprache erlernt wurden, dann führt Englisch, das von mehr als 50% aller EU-Bürger gesprochen wird.

Dies sollte Sie aber nicht dazu verleiten, Ihre Produkte und Dienstleistungen einem internationalen Publikum ausschließlich in englischer Sprache zu präsentieren. Es ist eine gründlich belegte Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Internet-Nutzer etwas auf einer Website kaufen, viermal höher ist, wenn sie diese Website in ihrer eigenen Muttersprache lesen können. Selbst diejenigen, die fließend Englisch sprechen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach in erster Linie auf Seiten in ihrer Muttersprache suchen.

Bedenken Sie auch folgende Tatsachen: Die Bevölkerung Asiens macht mehr als 40% aller weltweiten Internet-Nutzer aus, während in China 30% mehr Internet-Nutzer leben als in den USA. Und nicht zuletzt spricht 75% der Weltbevölkerung überhaupt kein Englisch. Das sind eine Menge Menschen.

Die Notwendigkeit, ein internationales Publikum in der jeweiligen Muttersprache anzusprechen, ist damit zwingend erforderlich. Und dies beginnt bei einer vollständig lokalisierten und optimierten Website im Zielland.

Zunächst müssen Sie sich allerdings den Domain-Namen überlegen. Die Wahl des Namens ist Ihnen völlig freigestellt, obwohl Sie sich etwas einfallen lassen sollten, das für das Land geeignet ist, das Sie gezielt ansprechen wollen. Ihr Firmenname kann durchaus auch im Ausland eine gelungene Wahl sein, aber am besten wenden Sie sich an ein Unternehmen, das sich auf Übersetzung und Lokalisierung spezialisiert und vorab überprüfen kann, ob Ihr Name in Ihrem Zielmarkt möglicherweise negativ besetzt ist.

Außerdem brauchen Sie einen länderspezifischen Zwei-Buchstaben-Code, wie zum Beispiel „.de“ in Deutschland, „.ch“ in der Schweiz oder „.at“ in Österreich. Gleichermaßen bedeutsam ist die Wahl Ihres Webhosts, da der von ihm verwendete Server sich in Ihrem Zielland befinden sollte – Google berücksichtigt die IP-Adresse des Servers in seinen Ranking-Algorithmen. Vergewissern Sie sich also, wo sich der Server befindet, bevor Sie sich für einen Service entscheiden.

Wer geschäftlich weltweit agieren will, muss in der Lage sein, in jedem Land „wie ein Einheimischer zu denken“. Das heißt, Sie müssen sich der Vielzahl von kulturellen und linguistischen Vielschichtigkeiten bewusst sein, denen Sie begegnen, wenn Sie in einen ausländischen Markt eindringen wollen.

Nehmen wir zum Beispiel die französische Sprache in Frankreich und in Kanada (Québecer Französisch). Sie ist weitgehend identisch, aber dennoch gibt es hinreichende dialektische Unterschiede zwischen diesen Arten des Französischen, so dass für ein gezieltes Ansprechen jedes Marktes unterschiedliche Marketing-Strategien notwendig sind.

Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: „Wochenende“ heißt in Frankreich schlicht „le weekend“, in Kanada jedoch „fin de semaine“ (wörtlich: das „Ende der Woche“). Und während man eine E-Mail in Kanada „courriel“ nennt, eine Zusammenziehung von „courrier électronique“, heißt sie in Frankreich einfach „email“.
Nehmen wir an, Ihre vollständig lokalisierte Website ist fertig und kann auf Ihre länderspezifische Domain hochgeladen werden. Welche weiteren Fragen würden sich Ihnen aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung vor Inbetriebnahme der Website stellen?

Nun, eine der Hauptfragen ist die nach Keywords. Wenn Sie Ihre Website für einen Zielmarkt übersetzen lassen, kann es verführerisch sein, die Keywords wörtlich zu übersetzen. Dies ist jedoch zu vermeiden.

Eine richtige, dem Wörterbuch entnommene Übersetzung eines Keywords oder Ausdrucks ist unter Umständen NICHT das, was Internetbenutzer eingeben, wenn sie ein gewünschtes Produkt oder einen gewünschten Service vor Ort suchen. Sie verwenden vielleicht Abkürzungen, umgangssprachliche Ausdrücke oder auch ein ganz anderes Wort, das die gleiche Wortbedeutung hat. In der Weise, in der Sie die Keywords Ihrer Branche mit den höchsten Rankings auf dem englischsprachigen Markt identifizieren, wie zum Beispiel mit dem kostenlosen Keyword-Finder von Google, müssen Sie auch die Keywords jedes anderen Ziellandes ermitteln, um dafür zu sorgen dass Ihre anderssprachige Website richtig optimiert ist.

Der englische Begriff „car insurance“ ist beispielsweise bei Google.com ein Branchensuchbegriff mit hohem Ranking. Eine korrekte französische Übersetzung dafür wäre „l’assurance automobile“. Wenn man dies jedoch mithilfe des Keyword-Tools von Google France überprüft, wird deutlich, dass die meisten Konsumenten stattdessen nach „assurance auto“ oder „assurance voiture“ suchen. Es lohnt sich also, die Keywords für jedes einzelne Land zu ermitteln, statt sie zu übersetzen.

Organische SEO-Methoden können in Verbindung mit Pay-per-Click (PPC)-Kampagnen angewendet weden, wie zum Beispiel Google AdWords, das kurz gesagt Top-Billing über einen Abschnitt „Gesponserter Link“ in Suchmaschinen und auf Websites erhält. PPC ermöglicht Unternehmen, Methoden des Online-Marketings zu einem sehr günstigen Preis auszuprobieren. Sie können Ihr monatliches Budget auf einen Nominalbetrag festlegen, zum Beispiel €5, um die Effizienz zu prüfen, ohne dabei Ihr gesamtes Marketing-Budget zu verpulvern.

Englisch mag nach wie vor im Internet die beherrschende Sprache im Hinblick auf die Inhalte sein, aber die Muttersprache der Mehrheit aller Internetbenutzer weltweit ist nicht Englisch. Und genau dieses Missverhältnis schafft eine ziemlich lukrative Gelegenheit für diejenigen, die in neue Märkte eindringen wollen: der Konkurrenzkampf um wichtige Suchbegriffe ist im nicht englischsprachigen Internet weit schwächer und dadurch lassen sich hohe Suchmaschinen-Rankings wesentlich leichter erzielen als im Englischen.

Es liegt auf der Hand, dass SEO und Lokalisierung im Globalisierungsprozess eine wichtige Rolle spielen, und jedes Unternehmen, das es versäumt, sich international zu vermarkten, verschenkt eine sehr einfache Gelegenheit.

Über Lingo24
Lingo24 ist ein international tätiges Übersetzungsbüro, das sich unter anderem auf Website-Lokalisierung spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter in Europa, Nordamerika, Asien, Australien und im Südpazifik und unterhält zudem ein Netzwerk von 4.000 Übersetzern. Der geschätzte Umsatz von Lingo24 für 2009 beträgt €4 Mio.


Wenn auch DU Interesse hast, einen Gastartikel bei mir im Blog zu veröffentlichen, dann kontaktiere mich doch bitte unter der im Impressum angegeben E-Mail Adresse :)

Goo.gl Bookmarklet für euren Browser

Hallo,

erst vorhin habe ich die erste Firefox Extension für den neuen Shorturl Dienst „goo.gl“ von Google gefunden, bei der ihr die Toolbar NICHT installieren braucht: goo.gl lite.

Um es euch aber noch einfacher zu machen, kurze URLs mit Goo.gl zu erstellen, hab ich ein Bookmarklet gefunden, welches ihr euch per Drag & Drop in eure Favoriten-Bar in Firefox (Opera, IE, Chrome, …) ziehen könnt:

goo.gl Bookmarklet

Nach einem Klick auf das Bookmarklet erscheint eine Dialogbox mit der URL, die ihr euch dann in die Zwischenablage speichern könnt ;)

Viel Spaß damit!